Die Stimme Gottes

Nun wollen wir uns einer der sicherlich schwierigsten Fragen zuwenden, die einen Christen je bewegen kann: Wie höre und erkenne ich die Stimme Gottes? Stellt euch eine große ummauerte Schafhürde vor, wie sie zu Jesu Zeiten üblich war: Mehreren Herden bietet sie nachts Schutz. Am Eingang sitzt ein Türhüter und passt auf, dass keines der Tiere entweichen kann. Außerdem bewacht er den Zugang zur Schafhürde vor Eindringlingen von außen, egal ob es sich um wilde Tiere oder um Räuber und Diebe handelt.

Am Morgen eines jeden Tages kommen die Hirten der verschiedenen Herden und rufen ihre Schafe, mit denen sie sich dann auf die Wanderung zu den Futterplätzen oder Weideflächen begeben. Und so unvorstellbar es auch ist, aber die Schafe kennen die Stimme ihres Hirten und folgen nur diesem. Da gibt es kein Chaos, kein Durcheinander, keine Verwechslung. Jedes Schaf kennt die Stimme seines Hirten und kann sie von den anderen Hirten oder gar Fremden unterscheiden.

Der Hirte geht den Schafen voran. Jeden Hügel, über den die Schafe steigen, jedes tiefe Tal, welches sie durchqueren, jede gefahrvolle Schlucht auf dem Weg zu saftigen Weiden hat der Hirte zuerst betreten. Die Schafe folgen ihm. Und damit auch das letzte Schaf noch weiß, dass es nicht verlassen den anderen hinterher trottet, dreht sich der Hirte immer wieder um und spricht mit seinen Schafen; er ruft ihnen Mut zu. Manchmal schlägt er auch nur mit seinem Stab an die Felswände der Schlucht, und die Schafe wissen: Er ist da, wir folgen ihm noch, wir sind auf dem richtigen Weg!

Das ist das Bild, das uns in Johannes 10,3-5 vorgestellt wird: „Und die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie heraus. Und wenn er seine Schafe herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm; denn sie kennen die Stimme der Fremden nicht.“

Die Tiefe des Kennens

Wie abhängig sind doch die Schafe von der Führung ihres Hirten. Darum sind sie auch so darauf angewiesen, seine Stimme zu kennen und zu hören. Als die Menge damals diese Rede hörte, verstanden sie nicht, was Jesus ihnen damit sagen wollte. Was sollte diese Erklärung mit den Schafen, das kannten sie doch!

So bezieht Jesus im Verlauf des zehnten Kapitels Stellung und sagt: „Ich bin der Hirte, und ihr seid die Schafe!“ Nun wird dies Gleichnis persönlich. Es geht mich und dich etwas an. Und es geht uns nicht nur etwas an, sondern ist von großer, ja überlebensnotwendiger Bedeutung.

In Vers 14 erklärt Jesus: „Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und bin den Meinen bekannt.“ Gut, mit dieser Aussage haben wir keine Probleme, sie tut uns gut. Christus ist unser Hirte, wir kennen Ihn, wir glauben an Ihn, und wir wissen, dass Er uns auch kennt.

Doch im nächsten Vers beschreibt Jesus, was Er unter kennen versteht, wie weitreichend dieses Kennen ist: „… gleichwie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne …“ Da muss ich stutzen. Meint Jesus wirklich, dass wir Ihn so tief kennen sollten? Aber unmissverständlich macht Er uns in diesem Schriftabschnitt klar, dass diejenigen, die Seine Schafe sind, auch dieses Verhältnis zu Ihm haben werden. Als ich das las, war mir klar, dass es nicht ausreicht, viel über Christus und Seine Lehren zu wissen. Es reicht auch nicht aus, ein guter, bibeltreuer Christ zu sein. Auch wenn ich noch so viel Wissen hätte oder noch so eifrig die Gebote halten würde, sagt das noch lange nichts darüber aus, ob ich wirklich Sein Schaf bin.

Ich halte zwar nicht viel von Drohpädagogik, aber uns ist klar, dass letztendlich nur die gerettet werden, die Seine Schafe sind, ganz gleich in welcher Herde sie sich erst einmal befinden.

Kennenlernen als Prozess

Nun, den Hirten kennen zu lernen, ist ein Prozess, der das ganze Schafleben über andauert. Und mit ihrem begrenzten Schafverstand können sie die Persönlichkeit ihres Führers auch gar nicht voll erfassen. Genauso wenig erwartet Gott von uns, dass wir Ihn bis ins letzte erfassen und begreifen. Gott kennen zu lernen ist auch ein Prozess, der sogar bis in alle Ewigkeit anhält.

Aber eines möchte uns Jesus mit diesem Gleichnis verdeutlichen: Wenn selbst die „dummen“ Schafe die Stimme ihres Hirten erkennen und von allen anderen unterscheiden können, so sollten auch wir Seine Stimme kennen. So selbstverständlich es für die Schafe ist, die Stimme ihres Hirten zu hören, zu verstehen und ihr zu folgen, so sollte es für uns ganz natürlich, ja selbstverständlich sein.

Aber die Realität!

Nun ist mir bewusst, dass das in der Praxis ganz anders aussieht. Und in den vielen seelsorgerlichen Gesprächen, die ich in letzter Zeit geführt habe, ist mir immer wieder aufgefallen, wie unsicher wir im allgemeinen in bezug auf Gottes Stimme, Seine Führung oder Seinen Willen für uns in Entscheidungsfragen sind. Und euch ist es sicher auch schon so gegangen, dass ihr euch innig danach gesehnt habt, von Gott Antwort zu bekommen, Seine Stimme wirklich zu hören. Und wie haben wir nichts vernommen als Sein Schweigen, oder wir konnten Dinge nicht einordnen.

Ich kenne diese Problematik, ich litt auch darunter. Und dann las ich in der Bibel solche Wendungen wie „Und Gott sprach …“ oder „da kam das Wort des Herrn zu ihm …“ und ich wünschte, es würde mir auch mal so gehen. Aber vielleicht, so dachte ich, ist das eben nur großen Gottesmännern vorbehalten. So war ich mit diesem Zustand langsam zufrieden bis – ja, bis die Entscheidungen, vor denen wir standen, von solch großer Tragweite waren und uns völlig überforderten und die Schwierigkeiten überhand nahmen. Erst als ich schmerzlich spürte und begriff, dass ich nicht mehr leben konnte, ohne dass ich Gottes Stimme auch tatsächlich hören kann, ließ Gott sich finden.

Vergleich Bräutigam - Braut

Wir haben am ganz zum Anfang darüber nachgedacht, wie sehr sich ein Bräutigam nach seiner Braut sehnt. Und selbst, wenn die beiden beieinander sitzen, ist der Bräutigam doch nicht mit ihrer äußeren Erscheinung zufrieden. Jeder Bräutigam, auch wenn er noch so schweigsam veranlagt ist, spricht mit seiner Geliebten, teilt sich ihr mit und wartet sehnlichst auf ihre Reaktion darauf.

Ich habe einen lieben Mann, der nicht gerade sehr gesprächig ist. Schweigen liegt ihm mehr als Reden. Doch in den 6 Jahren, die er um mich warb, habe ich von dieser Veranlagung nicht viel gespürt. Da lag ihm so viel daran, immer wieder ein Gespräch mit mir aufzunehmen, meine Gedanken und Gefühle zu erfahren und mit mir im Gespräch zu bleiben. Und ich kann mich erinnern, dass er deutsch mit mir redete, die Sprache, die ich verstand. Zwar waren seine Formulierungen und seine Art und Weise manchmal sehr befremdend für mich, aber ich konnte seine Worte hören, seine Gesten sehen und seine Briefe lesen. Und je mehr ich mich damit beschäftigte, hineindachte und mit ihm darüber sprach, konnte ich auch verstehen, was er meinte.

Warum sollte es da in der Beziehung zwischen Christus und mir anders sein? Ich kann dir versichern, dass Christus solch eine Sehnsucht nach dir persönlich hat und gern mit dir im Gespräch sein möchte! Auch wenn es für uns Menschen anfangs recht befremdend sein mag, wie Er mit uns redet, spricht Er dennoch verständlich, klar und direkt.

Vergleich Lamm - Hirte

Denken wir noch einmal an die Schafe; wie kommt es, dass sie die Stimme ihres Hirten kennen? Sind sie so veranlagt, haben sie es gleich vererbt bekommen? Ihr lacht; natürlich nicht. Sie haben es gelernt. Wenn nun solch ein kleines Lamm geboren wird, versteht es intuitiv die Stimmer seiner Mutter. Doch wie lernt es den Hirten zu verstehen?

Bedenkt, der Hirte spricht nicht die Sprache der Schafe, er blökt nicht in den verschiedensten Melodien, noch gestikuliert er in Schafmanier. Und dennoch lernt das Lämmlein, ihn zu verstehen, obwohl Welten zwischen ihnen liegen. Nun, wie das genau passiert, weiß ich nicht. Aber es klappt. Und wenn Jesus dieses Bild auf uns anwendet, wird es mit Sicherheit auch möglich sein, Seine Stimme kennen zu lernen.

Die Stimme Gottes

Nun ist Gottes Stimme zu aller, allermeist keine hörbare Stimme. Sie ist kein rotes Blinklicht, das uns anzeigt: Dieser Gedanke kommt jetzt von Gott! Die Stimme Gottes ist wie das Rauschen vieler Wasser, sie hat verschiedene Facetten:

Ganz eindeutig, ohne Zweifel und am klarsten ist es sicher für uns, wenn Gott durch die Heilige Schrift spricht und uns dort sagt, wie wir unser Leben führen sollen. Zum einen finden wir dort allgemeingültige Prinzipien, aber auch Erfahrungen anderer, aus denen wir entnehmen können, wie sich Gott ein Leben aus dem Glauben und in Liebe zu Ihm vorstellt.

Gottes Wort ist ein sehr zuverlässiger Ratgeber. Aber es gibt Bereiche oder Situationen, über die es nicht spricht. Dann bedeutet es nicht, dass wir frei entscheiden dürften und dass es Gott völlig egal wäre. Wenigstens in diesen Fällen ist es eine absolut notwendige Erfahrung, wenn man durch das Bibelstudium nicht nur allgemein etwas über das Wesen Gottes und Seine Pläne mit uns erfährt, sondern wenn man persönlich angesprochen wird und Antworten auf Fragen erhält, die einen gerade beschäftigen.

Auch die Natur mit ihren Gesetzmäßigkeiten und allem, was wir beobachten können, ist so ein offenes Buch Gottes, durch welches Er uns Dinge verdeutlichen und erklären möchte. Damals hat Jesus viele Gleichnisse aus der Natur erzählt. Und auch heute noch möchte Er uns offene Augen dafür schenken und durch sie zu uns sprechen.

Natürlich ist unser Gewissen auch solch eine Instanz, durch die Gott zu uns spricht. Und je reiner unser Gewissen ist, desto deutlicher und klarer vernehmen wir die Stimme Gottes.

Weiterhin übermittelt uns der Heilige Geist direkt Eindrücke oder gibt uns Gedanken in den Sinn, die nicht aus uns selber stammen. Denkt an die Wildschweingeschichte, wie mir plötzlich in den Sinn kam, die Kinder auf den Schlitten zu setzen.

Sicher vermisst ihr in meiner Aufzählung den Verstand. Natürlich kann Gott Seine Führung auch durch sachliche Überlegung nach dem Gebet kundtun. Logisch denken und überlegen gehören genauso zum Hören auf Gottes Stimme wie Bibel lesen oder sonst etwas. Allerdings muss uns bewusst sein, dass unsere Logik, unser Verstand nicht die höchste Priorität haben, dass auf sie kein unbedingter Verlass ist, wenn wir Gottes Stimme erkennen möchten.

Und letztendlich sehen wir Seinen Willen oder Antworten auf unsere Fragen in Seiner unmittelbaren Führung. Man nennt das die Vorsehung.

Immer spricht Gott nach Seinem Willen, zu Seiner Zeit und auf Seine Art und Weise. Wir müssen verstehen lernen, wie Gott auf allen diesen Wegen zu unserem Herzen spricht. Dabei ist und bleibt die Bibel das Rückgrat aller Gedanken, Erkenntnisse und Eindrücke. An ihr können wir prüfen, ob das, was wir vernommen haben, tatsächlich Gottes Stimme ist.

In Seinem geschriebenen Wort offenbart uns Gott Seinen Charakter, Sein Wesen, ja sich selbst, damit wir Ihn in all den anderen Stimmen erkennen können, mit denen Er zu uns spricht. Seine Stimme ist ein Gedanke, eine Eingebung, eine Richtungsweisung oder eine Fügung des Heiligen Geistes in Übereinstimmung mit dem Charakter und dem Wort Gottes, die uns die Wegweisung gibt, die wir gerade brauchen. Das bedeutet, dass wir unsere Gedanken noch stärker auf ihren Ursprung hin überprüfen müssen.

Erfahrung

Vielleicht erzähle ich euch eine Erfahrung, die einige Facetten der göttlichen Stimme veranschaulicht:

Als wir uns entschlossen, dem Ruf in die Vollzeitmission zu folgen, machte Gott uns keinen Vertrag, in dem geregelt war, wie groß unser monatliches Einkommen war und wie Er unsere Grundbedürfnisse sichern werde. Das einzige, was Er uns mit auf den Weg gab, war die Zusicherung, dass Er ein großer Gott sei, dem nichts unmöglich ist. So ließen wir die Sicherheiten des Arbeitsamtes hinter uns und lebten im Vertrauen. Es war schon überwältigend zu erleben, wie nun auf einmal alle anfallenden Rechnungen beglichen werden mussten. Trotz Schwierigkeiten kümmerte sich der Herr hervorragend um uns.

Und trotzdem: Es kam, wie es kommen musste – wir konnten nach einiger Zeit unsere Mietkaufraten nicht mehr zahlen. Das traf uns hart. Denn wer nicht zahlt, kann nicht wohnen. So einfach ist das. Und auch in unserem Fall gab es eine Klausel im Kaufvertrag, dass das Haus in den Besitz des Verkäufers zurückgeht, wenn wir ein Vierteljahr mit den Zahlungen im Rückstand seien.

Was sollten wir tun? Selbstverständlich beten. Natürlich setzten wir auch unsern Verstand ein und sparten, wo es angebracht war. Wir versuchten auch zu verkaufen, was überflüssig war. Dennoch konnte damit nicht der hohe Betrag gedeckt werden, den wir monatlich brauchten.

Die Lage war angespannt. Die Zeit verging, wir zahlten nicht mehr, und in wenigen Wochen, damals zum Jahreswechsel 2006/07, müssten wir das Haus verlassen – ohne auch nur einen Cent von dem bisher Gezahlten wiederzubekommen. Dann könnte unser Verkäufer sein Haus wieder in Besitz nehmen. Wir müssten unter Schimpf und Spott gehen, und Gott würde verunehrt werden.

Nun, wir konnten überhaupt nicht glauben, dass das Gottes Wille für uns sei. Warum? Nein, Gott rief uns nicht laut zu, dass Er alles managen würde und wir bleiben konnten. Auch in der Bibel gibt es keine Aussage, dass Familie Reich im Waldhaus wohnen bleiben darf. Aber wir sahen die Antwort in Seiner Führung: Er hatte erst so viel Mühe gehabt, uns zu diesem Hauskauf zu bewegen, und nun sollten wir nach nur einem reichlichen Jahr wieder fort, noch dazu unter diesen Umständen? Nein, das konnte nicht sein! Gut, wir wussten, dass wir Gottes Wege mit unserem menschlichen Verstand nicht begreifen können, aber eines stand fest: Hier stand nicht unbedingt unser Waldhaus auf dem Spiel, Gott hätte bestimmt ein neues Heim für uns – es ging hier um Gottes Ehre! Denn nur aus dem Glauben heraus sind wir dieses Wagnis des Hauskaufes eingegangen, und das wusste unser Verkäufer!

Nun mussten wir in dieser Situation vertrauen und Geduld lernen. Gewöhnlich waren wir zuversichtlich und fröhlich. Der befürchtete Nervenzusammenbruch blieb aus. Nicht die geringsten Symptome waren zu entdecken. Das war nicht unsere Leistung, es war ein Geschenk! Und dennoch waren wir uns des Ernstes der Lage bewusst und wussten nur zu genau um die Folgen. Manchmal kam es vor, dass unsere Zuversicht zu schwanken begann. Sobald wir eine innere Unruhe bemerkten, erzählten wir unserem Heiland von unseren Gefühlen, Empfindungen und Gedanken. Daraufhin erinnerte Er uns an biblische Begebenheiten und Seine göttliche Führung oder an Bibelworte, die wir bereits auswendig gelernt haben. Wie liebten wir die Worte: „Ich will dich nicht vergessen! Siehe, in meine Hände habe ich dich eingezeichnet; deine Mauern sind allezeit vor mir.“ Jesaja 49,15b.16 Unsere „Mauern“, ja unser Waldhaus stand jeden Tag bei Gott auf der Tagesordnung. Er wusste um die Angelegenheit und wollte uns nicht vergessen. Welch ein Zuspruch!

Auch in den täglichen Andachten ließ Er uns Seine Pläne entdecken. Natürlich sagte Er uns nicht, was Er als nächstes zu tun gedachte, aber aus den Bibelworten konnten wir entnehmen, dass es einfach nicht Seine Absicht war, dass wir wieder ausziehen müssen. Unser Augenmerk wurde immer wieder auf die Größe und Erhabenheit unseres allmächtigen Gottes gelenkt. Er erinnerte uns daran, dass Er heute noch derselbe Gott wie damals ist. Wir lasen zum Beispiel: „Gedenkt an das Frühere von der Urzeit her, dass Ich Gott bin und keiner sonst; ein Gott, dem keiner zu vergleichen ist.“ Jesaja,46,9

Ja, es stimmt, wir haben einen unvergleichlichen Gott. Und wenn wir all die mächtigen Führungen in der biblischen Geschichte bedachten, gab uns das Mut, diesem Gott auch in unserer Situation ganz fest zu vertrauen. Ganz besonders klammerten wir uns immer wieder an folgenden Text: „Ich selbst will vor dir herziehen und das Hügelige eben machen; ich will eherne Türen zerbrechen und eiserne Riegel zerschlagen; und ich will dir verborgene Schätze geben und versteckte Reichtümer, damit du erkennst, dass ich, der Herr, es bin, der dich bei deinem Namen gerufen hat, der Gott Israels.“ Jesaja 45,2.3

Mit diesen Worten ermutigte uns der Herr ein Jahr eher zum Hauskauf, als wir vor einem großen Berg von Problemen standen, wobei die Finanzierung das Allergrößte davon war. Dieses Versprechen galt uns heute also genauso wie damals, vielleicht noch mehr! So wuchs unser Glaube, dass Gott alles in Seinen Händen hält und uns zu Seiner Zeit helfen wird – und sei es erst einen Tag vor unserem Auszug.

Wir packten keine Sachen, noch kümmerten wir uns um irgendeine Möglichkeit, wo wir mit unseren Kindern unterkommen könnten. Sollte Gottes Ehre nur wegen unseres ungewöhnlichen Hauskaufs Schaden nehmen? Mussten wir wieder ausziehen? Das konnte einfach nicht sein. Das entsprach auch nicht den vielen Versprechen, die wir immer wieder in der Bibel lesen konnten. Das machte überhaupt keinen Sinn. Und trotzdem griff Gott nicht gleich nach unserem Wunsch praktisch ein. Er stellte uns einfach keine Mittel zur Verfügung, noch sagte Er, was wir tun sollten. Immer wieder stellten wir uns die Frage, was unser Verkäufer wohl von unserem großen Gott halten sollte? Wir fürchteten uns vor seinem Spott.

Einmal erhielten wir von ihm einen langen Brief. Überschrieben war er mit: Mahnung. Er enthielt aber keine förmliche Mahnung, wie wir erwarteten, sondern nichts als vier volle Seiten Spott und Lästerung! Es tat uns einfach weh, wenn wir lesen mussten, wie er Jesus damit beleidigte. Mir wurde richtig übel dabei. So beteten wir um Hilfe, und der Herr tröstete uns. In diesem Fall setzte ich mich an meine Schreibarbeit. Während der Ausarbeitung suchte ich einen bestimmten Bibeltext. Da ich noch wusste, wo er so ungefähr zu finden war, blätterte ich durch meine Bibel. Mir war immer noch ganz flau im Magen. Da blieb mein Blick an folgendem Vers hängen: „Hört auf mich, die ihr Gerechtigkeit kennt, du Volk, das mein Gesetz im Herzen trägt! Fürchtet euch nicht vor dem Schmähen der Menschen und entsetzt euch nicht vor ihrem Lästern … Ich, ich bin es, der euch tröstet.“ Jesaja 51,7.12a Ich hielt einen Moment inne. Ist das wahr, wollte Gott mich trösten? Auf jeden Fall fühlte ich mich angesprochen. Suchend blätterte ich weiter. Was war das? Da stand ja schon wieder etwas! „Wenn der Bedränger kommt wie ein Wasserstrom, wird der Hauch des Herrn ihn in die Flucht schlagen.“ Jesaja 59,19b

Es war trotz der gefährlichen Situation einfach großartig, wie Gott uns mit Seiner Liebe umgab. Er ließ uns nicht einfach mit unserem Problem allein und verlangte Vertrauen, sondern Er gab uns täglich zu verstehen, dass Er da ist und alles managen würde. Manche Zusagen machte Er schon morgens, bevor das Problem auftrat, damit wir uns dann am Tage an diese Verheißungen erinnern konnten. So konnten wir fröhlich sein, selbst noch die letzten Tage vor Ablauf der Frist. Das war einfach unglaublich!

Es wurde Winter. Bastel baute für all die vielen Vögel ein richtig großes Futterhaus. Gern schaute ich hin und wieder den Vögeln beim Fressen zu. Es war so beruhigend, so wohltuend. Und eines Tages packte mich der Gedanke: Wenn Gott schon dafür sorgt, dass all die vielen Vögel hier mitten im riesigen Wald eine reiche Futterquelle haben, dann kann ich auch gewiss sein, dass sich der Herr zuverlässig um uns kümmert. Dieser Anblick des frohen Treibens am Futterhaus ist mir zum Gleichnis geworden und inzwischen tief in meinem Herzen verankert. Hier konnte ich durch die Natur Gottes Stimme vernehmen.

Wir zählten noch zwei Wochen bis zum kritischen Termin. Da überraschte uns der Herr. Es war an einem nasskalten Tag im Dezember, als uns unverhofft die Stadtverwaltung besuchte und unser Abwassersystem überprüfte. Einer von ihnen stand ein wenig abseits und schaute sich unseren Garten mit dem morschen, teils schon fehlenden Zaun an. Als ich zu ihm ging, fragte er mich, ob wir denn gar keine Probleme mit den Wildschweinen hätten. Natürlich drangen sie in unseren Garten ein und bedienten sich; auch Fuchs, Reh und Hase fanden hier einen reich gedeckten Tisch. Herr L. riet uns, doch einen ordentlichen Zaun ums Grundstück zu ziehen. Das hätten wir liebend gern schon gemacht, wenn wir die nötigen Mittel dazu hätten. Zäune sind eben nicht gerade billig, auch wenn es nur Maschendraht ist.

Als ich ihm das erzählte, flüsterte er mir zu, dass er nur noch 5 Tage im Amt sei. Mein Mann solle doch unverzüglich bei ihm im Amt vorbeischauen. Er werde ihm dann unser Auto, einen kleinen Lkw, volladen. Etwas überrascht fragte ich nach den Kosten. Nichts – so kam leise die Antwort. So geschah es, dass wir kurz bevor wir unser Haus verlassen müssten, einen Wildgehegezaun für unser Grundstück von der Stadtverwaltung bekamen – völlig geschenkt! Wenn Gott uns in dieser Situation mit einem Zaun beschenkte, wird Er uns dann mit ihm nicht das Haus auch geben? Dessen waren wir uns gewiss. Nun warteten wir gespannt weiter, der Countdown lief …

Jahreswechsel, Zahltermin. Bei Überschreitung dieses Termins wäre der Kaufvertrag für unser Waldhaus hinfällig. Doch genau zum Zahltermin erreichte uns eine Nachzahlung von der Wohngeldstelle.

Nachdem sie uns dreimal geschrieben hatten, dass wir weit unter der Mindesteinkommensgrenze liegen und somit nicht gefördert werden können, haben wir niemals mit dieser Nachzahlung gerechnet. Tatsächlich ist es auch die einzigste Zahlung geblieben. So konnten wir wenigstens eine Mietkaufrate bezahlen. Auch wenn sich die Frist demzufolge nur um einen Monat verschob, freuten wir uns über diese Lösung.

Auch als alles so trostlos aussah und selbst Freunde uns den gutgemeinten Rat gaben, doch nicht davon auszugehen, dass Gott uns unser Waldhaus erhalten würde, wussten wir doch die ganze Zeit, was Gott im Sinn hatte. Warum? Gott hatte zu uns gesprochen: durch Sein geschriebenes Wort, durch Eindrücke des Heiligen Geistes, durch die Natur, durch Führungen. Und selbst unser Verstand und all unsere Logik bestätigten dies.

Wie können wir wissen, dass es Gottes Stimme ist?

Wie können wir wissen, dass es Gottes Stimme ist, die unser Denken beeinflusst? Wie können wir vor Täuschungen sicher sein? Wenn Gott führt, sind alle Seine Stimmen – die Bibel, die Vorsehung, Eindrücke des Heiligen Geistes, Verstand, Gewissen, Natur – im Einklang. Satans Stimmen dagegen sind widersprüchlich und schaffen Verwirrung. Wenn du unsicher bist, dann stelle dir ein paar einfache Fragen:

  • Verträgt sich die Stimme, der Gedanke oder das Empfinden mit dem offenbarten Wort Gottes?
  • Bestärkt die Stimme oder der Gedanke ein Verhalten, das mit den Grundsätzen des Reiches Gottes übereinstimmt?
  • Kommt der Gedanke im Geist Gottes, wie eine helfende Hand, oder im Geist Satans mit Zwang, Druck und Gewalt?

Die Heilige Schrift ist eine zuverlässige Richtschnur in allen Bereichen, über die sie spricht. Manche Situationen jedoch sind in der Bibel nicht klar behandelt. Wird der fragliche Gedanke oder Eindruck in der Bibel nicht direkt bestätigt oder abgelehnt, dann frage dich, welches Prinzip ihm zugrunde liegt.

Experimentieren

Um den Willen Gottes zu verstehen, muss ich den Charakter Christi verstehen. Dazu muss ich Sein Wort studieren; um Gottes Stimme erkennen zu können, auch manchmal experimentieren, es einfach ausprobieren. Es ist nur zu selbstverständlich, dass man es nicht sofort kann. Wir müssen es erst lernen. Dazu müssen wir Erfahrungen im Horchen und Gehorchen sammeln. Und beides, sowohl positive wie auch negative Erfahrungen beim Erkennen der göttlichen Stimme helfen uns weiter. Darum brauchen wir nicht frustriert zu sein, wenn es anfangs nur sehr selten klappt.

Tröstlich sind für mich diesbezüglich die Worte in Jeremia 29,13.14, die wir uns schon als Merkvers eingeprägt haben: „Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.“ Gott amüsiert sich nicht über unsere mühevollen Versuche, Ihn verstehen zu lernen, sondern Er wird sich wirklich finden lassen. Ihm liegt doch so viel daran! Das Hören und Forschen jedoch kann uns niemand abnehmen. Aber wenn wir die Mühe aufbringen, werden wir einmal feststellen, dass es sich gelohnt hat.

Konkurrierende Stimmen

Nun gibt es ja nicht nur Gottes Stimme. Wir sind umgeben von einem riesigen Stimmengewirr. In unserer säkularen Gesellschaft gibt es so viele Reize, die uns beeinflussen und die lautstark ihre Stimme abgeben. Darum ist es ratsam, sich bewusst manchen Einflüssen zu entziehen.

Wenn ihr telefoniert und die Stimme am anderen Ende verstehen möchtet, sucht ihr euch selbstverständlich ein ruhiges Plätzchen oder schränkt die Geräusche in eurer Umgebung ein. Oder wenn ihr im Auto sitzend euch euren Weg durch eine Großstadt bahnt und dabei eine Kassette hören wollt, werdet ihr nie mit weit geöffnetem Fenster fahren. Durch all den Lärm würdet ihr nichts verstehen. Doch je weiter ihr das Fenster schließen würdet, umso deutlicher könntet ihr die Stimme auf eurer Kassette verstehen.

Das ist im übertragenden Sinne ähnlich. Allerdings gibt es nie den Zustand, dass man nur noch Gottes Stimme hört und alle anderen zum Schweigen gebracht wurden. Drei Stimmen konkurrieren immer um unsere Aufmerksamkeit. Da ist die Stimme des Fleisches, die ihre Ansprüche stellt, die Stimme Satans, die zur Sünde verleiten will, und die Stimme Gottes, die uns zum Sieg ermutigt. Das bedeutet, dass wir klar zwischen den konkurrierenden Stimmen unterscheiden müssen. Je mehr du dich darin übst, desto einfacher wirst du erkennen, wie dein Gott mitten im Gewirr vieler Stimmen um deine Aufmerksamkeit wirbt.

Beispiel

Während ich zu Hause am Schreibtisch saß und gerade mit der Ausarbeitung dieses Themas beschäftigt war, stellte mein Mann mir ein paar für mich völlig nebensächliche, wenn nicht sogar dumme Fragen. Sofort war mein Ich wach. Die Stimme des Fleisches meldete sich: „Ich will nicht gestört werden, schließlich muss ich mich konzentrieren.“ Satan nutzte diesen Wunsch aus und weckte in mir allerlei Gefühle gegen Bastel, weil er es wagte, mich in meiner wichtigen Arbeit so zu stören. Er drängte mich, ihm etwas zu sagen. Nun, antworten musste ich meinem Mann sowieso, da könnten eigentlich ein paar kräftige Worte kommen. Da ich das als guter Christ nun doch lieber vermeiden wollte, müsste die Tonlage wenigstens den Umständen entsprechend sein, schließlich soll Bastel merken, wie sehr er mich stört! Und das war nicht schwer, denn in mir ging es nicht mehr gemütlich zu.

Doch inmitten dieser inneren Turbulenzen bemerkte ich auch das sanfte Werben meines Heilandes, trotz Störung ruhig und freundlich zu reagieren. Nach einer netten Antwort könnte ich Bastel auch gern darauf hinweisen, dass er mich, wenn möglich, bitte nicht weiter stören solle.

Seht ihr: drei Stimmen meldeten sich - und das nicht schön geordnet und nacheinander, sondern ziemlich zeitgleich. Und wer am lautesten schreit, bekommt meistens Handlungsfreiheit. Darum reagieren wir oft nicht im Sinne Christi. Ja, meistens ist es uns nicht einmal bewusst, dass auch Gott zu uns sprach und wir eine Gelegenheit zur Entscheidung hatten. Doch darüber im nächsten Kapitel mehr.

Der Geist Christi – der Geist Satans

Ich habe gemerkt, dass Eindrücke des Heiligen Geistes ein wichtiger und häufiger Kanal sind, auf dem Gott mit uns kommuniziert. Aber wir sollten auch nicht annehmen, dass jeder Gedanke, der uns gerade in den Sinn kommt, und sei es auch gleich nach dem Gebet, von Gott kommt. Johannes rät in seinem ersten Brief Kap. 4,1: „Glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen.“ Satan kann sogar die Heilige Schrift benutzen, um uns in die Irre zu führen. Deshalb brauchen wir ein klares Urteilsvermögen. Als Jesus in der Wüste versucht wurde, zitierte Satan echte Bibeltexte, aber in einer Haltung des Misstrauens – und damit offenbarte er eindeutig seinen Charakter.

Wenn Gott spricht, schenkt Er uns absolute Freiheit. Gott möchte freiwilligen Gehorsam. Das ist Ihm viel mehr wert als äußere Pflichterfüllung oder widerstrebender Dienst. Gottes Gedanken lassen uns die völlige Freiheit, uns für oder gegen Ihn zu entscheiden. Und Er gibt uns Zeit zum Nachdenken und Entscheiden. Christi Geist kennt keinen Zwang und Druck.

Satan dagegen arbeitet anders. Anfangs mögen seine Gedanken, die er uns eingibt, als ein netter Vorschlag erscheinen. Doch wenn du innehältst und nachdenken möchtest, nimmt er zu Druck und Gewalt Zuflucht. Du könntest ja ein Nein in Erwägung ziehen, und das muss er unbedingt unterbinden. Satan ist ein redegewandter Verkäufer, der dich zu einer sofortigen Entscheidung drängen will. Er treibt uns zu vorschnellen Entschlüssen. Er will dich beeinflussen, ohne dir Zeit zum Nachdenken zu lassen. Wenn du zögerst, fürchtet er, du könntest ablehnen oder ihn durchschauen. So spielt er auf dem Klavier falscher Emotionen, wühlt deine Gedanken und Gefühle auf und weckt in dir Begierde. Und ist dir schon aufgefallen? Dabei unterbreitet er seinen Willen nicht mehr als höflichen Vorschlag, sondern vielmehr wie ungezogene Kinder, die ihren Willen durchsetzen wollen, damit du eine Scheinlösung wählst, die dich in seine Abhängigkeit bringt. Falsche Gedanken und falsche Gefühle sind die Kombination, mit der uns Satan seinen Willen aufdrücken will.

Wenn wir nun Gottes Stimme erkennen möchten, dann ist es sehr aufschlussreich zu überprüfen, in welchem Geist die jeweiligen Gedanken, Eindrücke und Empfindungen kommen.

Gott spricht tatsächlich

Gott sendet uns ständig Botschaften. Doch oft hindern wir Ihn, weil wir die Gedanken zurückweisen, die Er uns eingibt. Wir verwerfen sie, ohne überhaupt zu bedenken, ob sie vielleicht von Gott sein könnten. Warum? Uns ist es noch so ungewohnt, dass Jesus nicht nur im Gottesdienst und zu unseren Andachtszeiten gegenwärtig sein möchte, sondern dass Er sich danach sehnt, ständig mit uns verbunden zu sein. Den ganzen Tag über möchte Er mit uns kommunizieren, unsere Gedanken lenken und helfend bei der Arbeit beistehen. Doch ohne dass wir es beabsichtigen, verbannen wir Ihn häufig während den Herausforderungen des Tages aus unseren Gedanken.

Erinnert ihr euch noch an die Geschichte der beiden jungen Grafen? Wie ist das bei Liebenden? Denken sie auch nur nach dem Erwachen und vor dem Schlafen aneinander? Das wäre schon sehr seltsam! Leben sie nicht vielmehr von der Kraft der Beziehung, auch wenn sie räumlich weit voneinander getrennt sind? Ich weiß, es ist ein enormer Umdenkprozess. Aber sollte unser Bräutigam denn anders empfinden als wir, die wir doch nach Seinem Bilde geschaffen wurden?

Gott sehnt sich nach dir, nach deiner Liebe. Er möchte liebend gern dein Herz erobern. Und das bedeutet mehr, als einfach nur an Ihn zu glauben! Er möchte, dass du regelrecht von Seiner Liebe ergriffen, ja erfüllt bist und in allen Dingen sofort an Ihn denkst. Dann ist es nur zu selbstverständlich, dass du ständig gedanklich mit Ihm kommunizierst und von Ihm auch Antworten erwartest, nicht nur auf große Hilferufe.

Gott sehnt sich nach Hingabe, Er sehnt sich nach Gespräch, nach Austausch. Und nichts ist für Ihn selbstverständlicher, als dass Er uns antworten wird. Und Seine Antworten sind nicht nebulös und seltsam, kaum erahnbar oder äußerst selten, nein, sie sind sehr direkt, deutlich und klar, erfrischend und überraschend, auch wenn unsere Erfahrungswerte bisher anders waren!

Unsere Erfahrung lehrt uns, dass Gott nur selten und fast nicht wahrnehmbar direkt zu uns spricht. Darum glauben wir mehr an Sein Schweigen, als an Sein Reden. Diese Erfahrungswerte haben wir unwillkürlich verinnerlicht. Darum können wir es kaum glauben, dass Gott tatsächlich wie ein Freund zu uns sprechen könnte, ganz selbstverständlich und natürlich – auch wenn es noch so oft in Seinem Wort steht. Doch dieser Unglaube ist eine enorme Einschränkung von Gottes Möglichkeiten, mit uns zu kommunizieren. Wenn wir glauben, dass Gott sehr befremdend und fern bleibt, dann sind wir buchstäblich verlassen, weil wir Ihn dann nicht bemerken können. Satan hat das menschliche Gehirn studiert und weiß, dass er uns am besten von Gott fernhalten kann, wenn er uns mit lügenhaften Gedanken impft, besonders wenn sie von unseren Erfahrungswerten und Zweifeln noch genährt werden. Doch wir wollen ihm nicht länger Raum geben. Wir möchten Gott begegnen. Er ist es, der versprochen hat: „Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.“

Merkvers

„Und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme“

Johannes 10,4