Wie alles begannSchriftabschnitt: 1.Mose 1,1 – 1.Mose 2,25 Auf den ersten Seiten der Bibel lesen wir, wie alles Leben auf der Erde, ja unser Planet selbst seinen Anfang nahm. Es ist ein sehr einfacher und schlichter Bericht. Vor ungefähr 6000 Jahren schuf Gott unseren Planeten Erde im gigantischen Universum. Es ist uns nicht im Einzelnen genau erklärt, wie Gott sein Schöpfungswerk vollbrachte, denn der menschliche Verstand und alle Wissenschaft können seine Weisheit und Größe trotz größter Bemühungen ja doch nicht voll erfassen. Aber alles, was für uns Menschen wichtig ist zu wissen, hat Gott uns in seinem Wort offenbart. Wir dürfen es einfach annehmen und glauben. Lesen wir nun 1.Mose 1,1 – 1.Mose 2,4. Unsere Erde entsteht„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ 1.Mose 1,1 (Luther) Damit begann die Geschichte unserer Erde. Der große, allmächtige und uns liebende Gott erschuf unseren Planeten und das gesamte Sonnensystem. Es ist nichts von selbst gekommen, es hat sich nichts über utopisch lange Zeiträume aus dem Chaos entwickelt. Unser Gott schuf in seiner Liebe und Weisheit eigenhändig die Heimat für uns Menschen. Er sprach, und es geschah. Wie unbegreiflich ist seine Größe! In buchstäblich 6 bzw. 7 Tagen ist alles erschaffen worden, meisterhaft gestaltet und genau aufeinander abgestimmt. Zuerst wurde es hell und Tag und Nacht wurden definiert. Damit war die Zeit geschaffen, denn seit dem ersten Schöpfungstag wechseln Tag und Nacht einander ab. Am zweiten Tag wurden das Himmelsgewölbe, die Atmosphäre und die völlig von Wasser umschlossene Erdkugel gebildet. Am dritten Tag wurde das Wasser in verschiedensten Gewässern gesammelt und trockenes Land wurde sichtbar, welches anschließend einzigartig schön bepflanzt wurde. Am vierten Tag wurde das die Erde umgebende Weltall mit all seinen Sternen, der Sonne und dem Mond geschaffen. Es zeugt von der majestätischen Größe des Schöpfers. Sonne und Mond sollen Tag und Nacht leuchten, ein jedes zu seiner Zeit. Sie dienen zur Bestimmung der Zeit, denn nach ihnen sollen Tage, Monate und Jahre bemessen werden. Wenn wir uns mit dem jüdischen Kalender beschäftigen, erkennen wir ganz leicht diesen direkten Zusammenhang mit dem Mondzyklus. Wie weise hat Gott alles geordnet! Am fünften Tag wurde es lebendig auf unserer Erde. Fische und allerlei Wassertiere erfüllten die Meere und Gewässer, Vögel flogen durch die Luft und erfüllten mit ihrem Gesang die Erde. Am sechsten Tag entstanden durch Gottes Schöpfermacht letztendlich sämtliche Tiere auf dem Lande. Und noch etwas! Der Mensch wird erschaffen„Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht! Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.“ 1.Mose 1,26.27 Welch schöne Aussage! Gott formte uns Menschen nach seinem Bilde, das bedeutet, wir sehen ihm ähnlich. Welch ein Vorrecht! Wie muss Gott den Menschen lieben, den er so auszeichnet und nach seinem eigenen Vorbild gestaltet! Lieben wir nicht manchmal auch die Kinder unbewusst inniger, die uns oder einem lieben nahe stehenden Verwandten ähneln, obwohl wir doch alle unsere Kinder lieben? Gott liebt alle seine Geschöpfe, er kümmert sich um jedes noch so kleine Tierchen. Doch wie viel inniger ist sein Vaterherz mit uns Menschen verbunden! Diese Gewissheit dürfen wir immer haben, egal, wer wir sind und wie liebenswürdig oder auch nicht, wir scheinen. Gottes herzliche und innige Liebe zu uns Menschen zieht sich wie ein goldenes Band durch die ganze Bibel. Doch nicht nur äußerlich, sondern auch im Wesen schuf Gott den Menschen nach seinem Vorbild. Er vermochte göttliche Gedanken zu erfassen, hatte reine Empfindungen und war glücklich, dem Willen seines Vaters vollkommen zu gehorchen. Im Wesen und Charakter sollte der Mensch Gott ähneln, ja man sollte im Menschen den himmlischen Vater erkennen können. Wie wäre es, wenn man an unserem Wesen ein Stück himmlischer Gesinnung sehen könnte? Dazu wird uns Gott gern befähigen. Eine erfüllende AufgabeUnd noch etwas Schönes lesen wir in diesen Bibelversen: Gott überträgt uns Verantwortung, er gab dem ersten Menschenpaar und damit allen nachfolgenden Generationen eine Aufgabe. Adam und Eva sollten sich um Gottes Schöpfung kümmern, sie durften pflanzen, säen und ernten (damals noch ohne Mühe) und die Tiere umsorgen. Wie ihr himmlischer Vater über das Universum regiert, so durften seine Kinder über einen Teil der Schöpfung herrschen. Der erste Mensch wurde als Gottes Stellvertreter über die anderen Lebewesen gesetzt, die niedriger waren als er. Diese können Gottes weise Herrschaft nicht verstehen, haben jedoch die Fähigkeit, den Menschen zu lieben, gesellig zu sein und ihm zu dienen. Welch eine Ehre für den Menschen, nur leider hat er sich dessen nur wenig würdig erwiesen. Außerdem können wir aus diesen Bibelworten entnehmen, dass Gott nicht schlaraffenlandartige Zustände des Nichtstuns, der Faulheit und Trägheit als höchstes Glück für den Menschen bestimmt. Den Bewohnern von Eden war die Pflege des Gartens anvertraut worden. Ihre Beschäftigung war noch nicht ermüdend und anstrengend, sondern angenehm und belebend. Auch wenn sich in dieser Hinsicht so manches geändert hat, achtet Gott die Arbeit immer noch als etwas Würdevolles. Wir dürfen heute noch Freude und Genugtuung nach erledigter Arbeit erfahren. Sie belebt uns und wir können unsere geistigen und körperlichen Fähigkeiten trainieren. Wenn wir unsere Aufgaben freudig und liebevoll tun, egal wie wenig wir sie mögen, veredelt es unseren Charakter. Zeit zur Erholung
„So wurden der Himmel und die Erde vollendet samt ihrem ganzen Heer.
Die Schöpfung war nun vollständig. Das riesige Universum mit unserer Erde und allem, was darauf lebt, war geschaffen. Alles war bis ins Detail durchdacht und wunderbar gemacht. Die zarteste Blüte, das kleinste Insekt wie die strahlende Sonne und die unzähligen Sterne erzählen von der Weisheit und Liebe ihres Schöpfers. In sechs Tagen vollendete Gott sein Schöpfungswerk. Am siebenten Tag ruhte er, nicht aus Ermüdung, sondern weil er Gefallen an seinen Werken fand. Gemeinsam mit seinen Kindern genoss er die herrliche Schöpfung und die erholsame Ruhe. Nachdem nun Gott an diesem Tag geruht hatte, heiligte1 er ihn, d.h. er sonderte ihn von den anderen Wochentagen ab und schenkte ihn den Menschen als wöchentlichen Ruhetag. Er möchte, dass wir seinem Beispiel folgen und Sabbat für Sabbat (wie die Bibel diesen Ruhetag später nennt) von unserer alltäglichen Arbeit abschalten. Kein Stress muss uns hetzen, keine Probleme uns plagen. Wir dürfen Zeit für unsere Lieben haben, in die Natur gehen, sie betrachten und uns daran erfreuen. So werden unsere Herzen an den Einen erinnert, der all diese Dinge ins Leben gerufen hat. Er wird uns an diesem Tag besonders nahe sein, da er seinen Segen2 auf diesen Tag gelegt hat. Das bedeutet: wir werden am Sabbat von unserem Schöpfer beschenkt. Wir werden Erholung finden und äußerlich wie innerlich erfrischt werden. Wir dürfen erleben, wie Gott uns von Problemen befreit, uns Lösungen schenkt und uns wieder erfreut. Das alles stimmt uns dankbar und gibt uns neuen Schwung für die bevorstehende Woche. Wollen wir dieses Geschenk nicht dankbar annehmen? Ein zweiter SchöpfungsberichtWenn wir nun in unserer Bibel weiter lesen, finden wir einen zweiten Schöpfungsbericht. Es ist keine zweite Variante, wie Gott die Erde schuf, sondern er ergänzt den ersten Bericht und beleuchtet manche Ereignisse genauer. Wir lesen diesen Bericht in 1.Mose 2,4-25. In diesem Schriftabschnitt wird uns beispielsweise genauer erklärt, wie Gott den Menschen schuf. Im Gegensatz zu all den vorangegangenen Werken, bei deren Erschaffung er nur ein Wort sprach, formte er den Menschen aus Erde und blies ihm danach seinen eigenen Atem ein. So wichtig sind wir Menschen unserem Gott, den wir mit Recht unseren Vater nennen dürfen. Er formt uns mit eigener Hand. Er ist es, der auch heute noch ein jedes Kind im Mutterleib formt und heranbildet. So viel Interesse hat Gott an uns, dass er uns nicht dem Zufall überlässt, sondern uns eigenhändig gestaltet. Darum können wir zum Beispiel auch mit unserem Aussehen zufrieden sein, denn unser Schöpfer hat jeden Menschen einzigartig gemacht und liebt jeden von uns. Der Mann und sein HeimZuerst schuf Gott den Mann, der den Namen Adam bekam. Er stellte ihn in einen wunderschönen Garten, welchen er als das Heim der Menschen sorgfältig bepflanzte. Inmitten eines Gartens durfte Adam wohnen, umgeben von stattlichen Bäumen mit herrlichen Früchten, blühenden Sträuchern und Blumen sowie saftigen Wiesen. Es flossen Bäche durch den Garten Eden, die ihn besonders fruchtbar machten. Gott baute für Adam keine Stadt, sondern einen lieblichen Garten. Wie gut tut es uns auch heute noch, wenn wir unser Heim dort finden, wo uns Natur umgibt. Es stärkt unsere Gesundheit, belebt unseren Geist und erfrischt unser Gemüt. So hat es sich Gott für uns ausgedacht; er als Schöpfer weiß ja, was uns gut tut. Die erste EheAls Gott Adam in den Garten stellte, brachte er ihm alle Tiere, damit Adam ihnen Namen geben konnte. Das war sicherlich eine schöne Aufgabe, doch wurde Adam dabei so richtig bewusst, dass er allein war, allein von seiner Art. Gott in seiner Weisheit hat das schon gewusst, aber er lenkte die Umstände so, dass es Adam bemerkte und sich nach jemandem sehnte, mit dem er innige Gemeinschaft haben könne. Die Frau, die Gott schaffen wollte, war eben nichts selbstverständliches, sondern ein kostbares Geschenk. So konnte sie Adam erst richtig wertschätzen. „Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht!“ 1.Mose 2,18 „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein.“ 1.Mose 2,24 Gott selbst schenkte Adam die Gefährtin, die um ihn sein sollte. Sie war die Frau, die zu ihm passte und ihm eine geeignete Begleiterin und Hilfe sein würde. Aus seiner Seite geschaffen, sollte sie ihn nicht beherrschen, aber auch nicht von ihm unterdrückt werden. Sie sollte ihm vielmehr ebenbürtig zur Seite stehen, und Adam sollte sie lieben und beschützen. Als ein Teil des Mannes war sie sein anderes Ich. Beide sollten in inniger Verbindung einander zugetan sein und sich herzlich lieben. So stiftete unser Gott die Ehe und segnete das erste Menschenpaar. Wer die göttlichen Grundsätze für die Ehe anerkennt und auslebt, wird auch bis in unsere Tage Gottes Segen erfahren und eine glückliche und erfüllte Ehegemeinschaft haben. Als Ausdruck innigster Liebe und Verbundenheit, dürfen Ehepartner das Geschenk tiefer geistiger und seelischer Gemeinschaft und liebevoller Sexualität genießen. Welch ein Geschenk, wenn in solche Familien Kinder geboren werden! Wie schön und wichtig ist es doch für Kinder, wenn diese herzliche und zärtliche Liebe innerhalb der Familie selbstverständlich ist. Großer Gott, ich möchte dich verstehenAls Gott die Erde schuf, war sie überaus schön. Es gab nichts, was verbessert werden könnte. Doch wenn wir heute in die Welt schauen, können wir nur noch einen kleinen Teil der einst so herrlichen Schöpfung bewundern. Wir sind von Leid und Sorgen umgeben, sehen Gewalt und Gefahr und stehen Naturkatastrophen machtlos gegenüber. Auch in unseren Herzen regen sich immer wieder einmal Gefühle, die nicht mit dem Wesen unseres himmlischen Vaters zu vereinbaren sind. Wie sollen wir das verstehen? Wie kam es dazu? Und so geht es weiter …Wie konnte sich diese einst so wunderschöne Erde so verändern? Gott hat es doch sicher nicht so beabsichtigt. Auf diese Fragen werden wir im nächsten Studienheft eine Antwort finden, denn die Bibel schweigt nicht darüber. Sie erzählt uns, was geschehen ist und welche Folgen sich daraus ergaben. ZusammenfassungMit großer Weisheit und einem Sinn für das Schöne erschuf Gott in buchstäblich sechs Tagen Himmel und Erde mit allem was darauf lebt. Als die Welt aus der Hand seines Schöpfers hervorging, war sie überaus schön und in keiner Weise verbesserungswürdig. Gott selbst beurteilte sie mit „sehr gut“. Gott definierte die Zeit, indem er die Folge von Tag und Nacht einsetzte, ihnen eine bestimmte Länge zumaß und die Woche auf sieben Tage festlegte. Er lenkte die Erde, den Mond und all die Planeten genau in ihre Bahnen. Der Mensch ist die Krone der Schöpfung. Mit ihm fühlt sich Gott besonders innig verbunden. Gott hegt für uns die zärtlichsten Gefühle und liebt uns innig, ohne dass wir eine Leistung dafür erbracht haben. Er formte den Menschen mit eigener Hand und gestaltete ihn nach seinem eigenen Bild. Unser Schöpfer möchte, dass wir in unserer äußeren Erscheinung und unserem Charakter ihm ähneln. Gott beschenkte Adam und Eva. Er gab ihnen einen wunderschönen Garten als ihr Heim. Auch wir dürfen die Natur genießen und in ihr Erholung und Freude finden. Die Ehe ist ein weiteres liebevoll erdachtes Geschenk aus dem Paradies. Wir dürfen mit unserem Ehepartner herzliche Gemeinschaft pflegen, Freuden und Sorgen teilen und das Geschenk der Sexualität zärtlich genießen. Kinder, die uns geboren werden, sind eine Gabe vom Himmel. Unser Schöpfer überließ die ersten Menschen nicht dem Müßiggang und der Trägheit, sondern übertrug ihnen Aufgaben. Gott hatte die Arbeit zum Segen für uns Menschen bestimmt. Sie veredelt den Menschen und fördert seine geistigen und körperlichen Fähigkeiten. Egal wie schwer oder unwürdig manche Arbeit auch sein mag, lasst sie uns mit Freuden tun, dann wird sie uns leichter fallen. Nach sechstägiger Arbeit ruhte Gott einen Tag. Er sonderte ihn von den restlichen Wochentagen ab und legte seinen besonderen Segen auf ihn. Unser himmlischer Vater möchte, dass wir seinem Beispiel folgen und jeden siebenten Wochentag, den Sabbat (Sonnabend), von unserer alltäglichen Arbeit ausruhen, Zeit für die Familie haben und die Natur genießen. So werden unsere Gedanken durch die Schöpfung auf den Schöpfer gerichtet. Das gefällt ihm, und er wird uns reich beschenken. Biblisches Wörterbuch1Heiligen heißt laut der ursprünglichen hebräischen Bedeutung absondern oder abtrennen. Man muss davon ausgehen, dass „der Heilige“ eine Bezeichnung für Gott ist. Alles, was er in Besitzt nimmt, ist heilig, weil es durch ihn geheiligt wird. Gott hat seine Hand darauf gelegt, es gehört ihm und ist somit abgesondert von den alltäglichen Dingen. 2Segnen bedeutet soviel wie Gutes wünschen und beschenken. Der Segen ist ein besonderes, himmlisches Geschenk. Er kann den materiellen, geistigen und seelischen Bereich umfassen. |
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